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Über die AGUS Gruppe Nürnberg

Die Nürnberger AGUS-Selbsthilfegruppe wurde im Oktober 2003 von Bärbel Sturm gegründet.

Zielgruppe sind Menschen, die einen oder mehrere Angehörige oder nahe Freunde durch Suizid verloren haben. Das Ergebnis unserer Gruppenarbeit soll sein, mit diesem Verlust leben zu lernen.

Seit der Gründung bis jetzt haben 75 betroffene Menschen die Gruppe aufgesucht oder über E-Mail oder Telefon Kontakt gesucht. Zu den monatlichen Gruppentreffen kommen regelmäßig 12 bis 20 Menschen.

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Öffentlichkeitsarbeit

Aus gegebenem Anlass wollen wir mit der Suizidproblematik die breitere Öffentlichkeit erreichen. Kontakte zur Polizei, Notfallseelsorgern, Therapeuten, Trauerbegleitern und Psychiatrischen Kliniken und dem Krisendienst werden gesucht. Mit Presse und Öffentlichkeit sind wir immer wieder im Gespräch. Diese Gruppen möchten wir zu einem Dialog mit den Betroffenen einladen und suchen das Gespräch.

Es ist auch möglich, dass Experten zum besseren Verständnis der Suizidproblematik nach vorheriger Anmeldung an einem Gruppentreffen teilnehmen können.

Auch wollen wir mit Mitarbeitenden des Krisendienstes ins Gespräch kommen, um unsere eigenen Krisen rechtzeitig zu erkennen und in gute Bahnen zu lenken.

Die Gruppe entwickelt auch Synergieeffekte durch das Knüpfen von Netzwerken und die gegenseitige Unterstützung in allen nur möglichen Situationen.

Für 2006 sollen als neues Angebot Seminartage zur Trauerbewältigung dazukommen, für die, die auf ihrem Leidensweg besondere Unterstützung brauchen.

Die monatlichen Gruppentermine und alle zusätzlichen Termine werden auf unserer Homepage veröffentlicht und können von Betroffenen kostenlos genutzt werden.

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Ziele und Aktivitäten

  • Größtmögliche Aufklärung rund um Suizidhinterbliebene. Aufklärung gegen die Mauer des Schweigens, wenn ein Suizid passiert ist.
  • Es ist unser Anliegen, dass bei Selbsttötung möglichst der Begriff Suizid verwendet wird, denn es ist weder ein Selbstmord noch ein Freitod.
  • Für die Betroffenen soll die Möglichkeit zum Sprache finden gegeben werden. So kann durch diese Art des Mit-Teilens eine Art Psychohygiene stattfinden. Dies ist besonders unter dem Aspekt der Depressionsverhütung von Bedeutung.
  • Im Netzwerk gegen Depression sind wir vertreten und arbeiten aktiv in der Psychosozialen Arbeitsgruppe des Nürnberger Bündnisses gegen Depression mit.
  • Bei den jährlichen Aktionstagen stellen sich einige von uns ehrenamtlich als Referenten zur Verfügung.

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Gefühle: Schuld und Depression

Suizidhinterbliebene sind häufig ganz besonders von Schuldgefühlen geplagt: "Wo habe ich versagt? Was hätte ich noch tun können? Hätte ich den Suizid verhindern können?"

Um aus diesem Dilemma herauszukommen, bedarf es der Möglichkeit des Fragens und des Dialoges mit Experten. Um für die vielen offenen Fragen, die sich um den Suizid herumranken, zu bearbeiten, und, um den Schuldgefühlen Raum zu geben, aber auch zur eigenen Entlastung, veranstalteten wir mehrmals im Jahr Trauerandachten in der Opens external link in new windowSt. Klara, speziell für vom Suizid eines Menschen betroffenen Hinterbliebene.

Mit Fachärzten und Fachärztinnen für Psychiatrie suchen wir den Austausch zum Dauerthema Depression, die für viele unserer durch Suizid in den Tod Gegangenen der Hintergrund zu dieser Tat war.

Auch wir selber als Hinterbliebene sind besonders gefährdet, durch das Trauma an einer Depression zu erkranken. Da ist eine hohe Bewusstheit und Sensibilität gefordert.

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